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Bürger wählen neues Gemeinde-Oberhaupt

MUTTERSTADT: Wahllokale sind morgen von 8 bis 18 Uhr geöffnet - 90 Helfer im Einsatz - Ergebnis gegen 19 Uhr

9740 Mutterstadter sind morgen aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Drei Kandidaten bewerben sich für das höchste Amt in der Gemeinde: Jochen Becker (FDP/CDU), Volker Reimer (parteilos) und Hans-Dieter Schneider (SPD). Die neun Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Wie Gunther Holzwarth, Geschäftsführender Beamter der Gemeinde, auf Anfrage mitteilte, sind am Sonntag rund 90 Wahlhelfer im Einsatz. „In jedem Wahlbüro gibt es einen Wahlvorsteher und Schriftführer mit jeweils einem Stellvertreter sowie mehrere Beisitzer. Dabei haben wir auf einen gewissen Parteienproporz geachtet", erklärt er. Die Schriftführer, ergänzt er, seien alle Mitarbeiter der Verwaltung.

Aus jedem Wahllokal wird das Ergebnis der Auszählung per Telefon ins Rathaus übermittelt. Für ihr Engagement erhalten die Wahlhelfer ein so genanntes „Erfrischungsgeld" in Höhe eines Betrags von 20 Euro. Die gesamten Kosten für die Bürgermeisterwahl schätzt die Gemeinde auf rund 5000 Euro.

Bei Holzwarth laufen die Fäden am Wahlabend zusammen. Bevor die Daten in den Computer eingegeben werden, überträgt er mit seinen Kollegen die Zahlen in Formulare. Mit einem vorläufigen Ergebnis, das der amtierende Bürgermeister Ewald Ledig (parteilos) verkündet, rechnet der Geschäftsführende Beamte gegen 19 Uhr.

Wahlausschuss als Kontrollinstanz

Das amtliche Endergebnis wird am späten Montagabend feststehen, nachdem der Wahlausschuss unter Vorsitz Ledigs getagt hat. Das Gremium besteht aus fünf Vertretern der einzelnen Gemeinderatsfraktionen. „Wenn das Ergebnis sehr knapp ausfallen würde, wäre es beispielsweise Aufgabe des Ausschusses, noch einmal nachzuzählen oder ungültige Wahlzettel noch einmal zu überprüfen", so Holzwarth. Zum Abschluss erfolgt eine Meldung an den Landeswahlleiter.

Die vorgezogene Wahl wird notwendig, weil der amtierende Ortschef Ledig seine Amtszeit nach eigenem Willen nicht zu Ende bringen wird. Falls keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht, folgt am 18. März eine Stichwahl. (os)