Kandidat Schneider überzeugt Teilnehmer der CMR-Umfrage mit Fachkompetenz und Persönlichkeit
Eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was der zukünftige Mutterstadter Bürgermeister können muss und wer der Kandidaten diesem Anforderungsprofil am nächsten kommt, lassen die Teilnehmer der CMR-Umfrage erkennen. Bei keiner der Eigenschaften und Fähigkeiten ist es dabei Volker Reimer oder Jochen Becker in der Wahrnehmung der Befragten gelungen, Hans-Dieter Schneider zu überflügeln.
Die dem Resultat des Stimmungsbilds entsprechend schwierigste Position der Bewerber hat offenkundig der Jüngste im Bunde: FDP/CDU-Mann Becker. Der 36-Jährige kann gegenüber Volker Reimer (parteilos) nur bei den so genannten weichen Kriterien - dem Sympathiefaktor und der Fähigkeit zum Repräsentieren - punkten.
Den stellvertretenden Leiter der Bauabteilung wiederum schätzen die Mutterstadter als besonders verwaltungserfahren und bürgernah ein. Aber lediglich was die Kenntnis des Arbeitsalltags im Rathaus angeht, erreicht Reimer (59 Prozent) annähernd die durchweg guten Werte von SPD-Vertreter Schneider (63 Prozent).
Der Prokurist einer Neustadter Werbeagentur hat innerhalb seines Profils kaum signifikante Stärken oder Schwächen: Lediglich bei der Frage nach der Führungskompetenz (66 Prozent) und der Verwaltungserfahrung (63 Prozent) landet der Sozialdemokrat unter der 70-Prozentmarke.
Becker punktet bei Jungen nicht
Die Direktwahl des Mutterstadter Gemeindeoberhauptes ist eine Persönlichkeitswahl, insofern lohnt auch der Blick darauf, wie unterschiedlich die Kandidaten-Profile in den drei Altersgruppen - 18 bis 30, 31 bis 60 sowie 61 Jahre und älter - ausfallen. Wobei Hans-Dieter Schneider auf hohem Niveau durchweg bei den Über-Sechzigjährigen am besten wegkommt und eher bei den ganz Jungen etwas schwächelt.
Dass Jochen Becker, der mit 36 Jahren der jüngste Aspirant auf den Bürgermeistersessel ist, die jungen Wähler offenbar nicht in dem Maße erreicht, wie man es aufgrund seines Alters vielleicht annehmen könnte, mag überraschen. Volker Reimer (52) zumindest hat es nach den Erkenntnissen der Mannheimer Meinungsforscher in seiner eigenen Altersgruppe deutlich schwerer als bei den Jüngeren und Älteren. (örg)