CDU Mutterstadt
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Reizthemen: Gestank und Verkehr

Jugendarbeit bei Aufgaben des künftigen Bürgermeisters auf Platz drei

Den Mutterstadtern stinkt"s. Zumindest auf der Liste jener Themen, die der neue Bürgermeister nach seiner Amtseinführung am 1. Juli dringend angehen sollte, haben die Teilnehmer der CMR-Umfrage die Geruchsproblematik und die Verkehrsbelastung ganz weit oben platziert. Diese Aufgaben erfolgreich zu meistern, trauen die befragten Wähler offenbar am ehesten Hans-Dieter Schneider (SPD) zu.

Am wenigsten Fortschritte versprechen sich die Bürger in dieser Hinsicht vom FDP/CDU-Kandidaten Jochen Becker (30 Prozent). Fünf Prozentpunkte mehr kann der parteilose Bewerber Volker Reimer bei dieser Frage verbuchen. Allerdings: Gut zwei Drittel der Befragten setzen in Sachen Geruch und Verkehr auf den Sozialdemokraten Schneider.

Sie statten ihn für den Fall seiner Wahl mit üppigen Vorschusslorbeeren aus, denn in beiden Fällen spielen schließlich Entscheidungen auf anderer Ebene eine nicht ganz unwichtige Rolle: In das Thema der durch die Kompostieranlage Zeller verursachten Gerüche und den geplanten Bau einerBiogasanlage sind der Rhein-Pfalz-Kreis sowie die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd involviert. Die Chancen auf ein schnelles Verbannen des Schwerlast- und Durchgangsverkehrs aus der Mutterstadter Ortsmitte stehen und fallen mit der Bereitschaft auf Landes- und Bundesebene, Pläne für den B-9-Anschluss des Gewerbegebiets „An der Fohlenweide" und die Autobahnanbindung des Pfalzmarktes in die Tat umzusetzen.

Wie schon bei der Umfrage vor der Bürgermeisterwahl in Böhl-Iggelheim im September 2006 kommt auch bei den Mutterstadtern der Jugendarbeit mit Platz drei der „Themen-Hitliste" eine besondere Bedeutung zu. Von ihrem zukünftigen Verwaltungschef erwarten die Befragten außerdem, dass er mit den Haushaltsmitteln sparsam umgeht.

Die Wahlkampfklassiker Bürgernähe und Vereinsförderung, die auch das Mutterstadter Bewerbertrio bemüht, stehen dem Ergebnis der RHEINPFALZ-Umfrage zufolge ganz am Ende der kommunalpolitischen Agenda. (örg)