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Lenz übernimmt Beigeordneten-Amt

MUTTERSTADT: Rat verabschiedet Konrad Heller
Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag ist ein neues Kapitel in der Mutterstadter Kommunalpolitik aufgeschlagen worden. Der 47-jährige Klaus Lenz, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes, wurde von Bürgermeister Ewald Ledig (parteilos) offiziell in das Amt des Ersten Beigeordneten eingeführt. Er folgt damit dem 65-jährigen Konrad Heller (CDU), der den Posten seit 1994 inne hatte.

Wie berichtet, hatte Heller angekündigt, seine Amtszeit nicht zu beenden. Als Nachfolger hatte der CDU-Vorstand den 47-jährigen Lenz auserkoren, nachdem dieser aus persönlichen Gründen seiner Partei nicht mehr als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stand. Am 12. Dezember habe der Rat mehrheitlich Lenz zum Ersten Beigeordneten gewählt, beschrieb Ledig den vollzogenen Generationswechsel, bevor er den CDU-Ortschef im neuen Amt vereidigte. „Es sind große Fußstapfen, die mein Vorgänger hinterlassen hat", sagte Lenz und bat alle Fraktionen um ihre Unterstützung.

Konrad Heller, der das Amt seit 1994 bekleidete und zuvor ein Jahr lang Dritter Beigeordneter war, wurde von Ledig, dem Rat und zahlreichen Bürgern verabschiedet. Ledig würdigte im Rückblick auf das kommunalpolitische Wirken Hellers die Leistungen und das „außergewöhnliche Engagement" des in Mutterstadt Verwurzelten. „Der eine war für den anderen da, und du hast dich mit viel Herzblut deiner Aufgabe gewidmet", dankte Ledig seinem Stellvertreter. Heller habe sich um Mutterstadt verdient gemacht, betonte er und zeichnete Heller mit der Goldmedaille der Gemeinde aus.

Der Zweite Beigeordnete Hans-Dieter Schneider (SPD) hob die gute Zusammenarbeit hervor und überreichte Heller einen „guten Roten" zum Genießen. „Auch wenn wir nicht immer gleicher Meinung waren, konnten wir doch über alles vernünftig reden", stellte der Dritte Beigeordnete Volker Strub (FWG) fest. Heller stehe zu seiner Überzeugung, „auch wenn es nicht immer einfach war, ihn zu überzeugen", charakterisierte der christdemokratische Fraktionschef Joachim Greiff den Kommunalpolitiker. „Ein erfahrener Lotse verlässt heute das kommunalpolitische Schiff", sagte SPD-Sprecher Klaus Leicht. Hartmut Kegel (FWG) lobte den „Sachverstand gekoppelt mit einer gewinnenden Art" des scheidenden Beigeordneten. „Wenn wir auch nicht immer der gleichen Meinung waren, so haben wir doch mit Stil zusammengearbeitet", so FDP-Sprecher Ulrich Hettenbach.

„Tue Recht und scheue niemand" sei der Leitsatz, den seine Mutter ihm mitgegeben habe, sagte Heller. „Den habe ich versucht, in meinem nicht nur politischen Leben umzusetzen", erläuterte der der 65-jährige Träger der Verdienstmedaille des Landes sein Credo. (rpe)