MUTTERSTADT. Jochen Becker wird als gemeinsamer Kandidat von CDU und FDP bei der Bürgermeisterwahl am 4. März in Mutterstadt antreten. Die CDU-Mitglieder wählten das 36-jährige FDP-Mitglied mit 32 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen und drei Gegenstimmen.
Damit gehen voraussichtlich neben dem SPD-Kandidaten Hans-Dieter Schneider und dem unabhängigen Gemeindebeamten Volker Reimer drei Kandidaten ins Rennen um die Nachfolge des amtierenden Bürgermeisters Ewald Ledig (parteilos), der das Amt auf eigenen Wunsch niederlegt (wir berichteten). Die Meldefrist endet am 19. Januar.
CDU-Fraktion und -Vorstand hätten sich mit großer Mehrheit für Becker als gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten entschieden, teilte Klaus Lenz, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands, den rund 40 Versammelten mit. Er verwies auf die „vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der FDP im Gemeinderat". Becker, Rechtsanwalt für Verwaltungsrecht, sei ein Mann, mit dem die notwendige Erneuerung in der Gemeinde in Angriff genommen werden könne, sagte Ulrich Hettenbach, Vorsitzender der FDP.
„Kritisieren alleine reicht nicht aus, um etwas zu bewegen. Darum heißt es, sich mit Ideen einzubringen, sich zu engagieren und mitzugestalten - das will ich", bekräftigte der verheiratete Becker, der seit mehr als 20 Jahren in Mutterstadt wohnt. Für ihn hat der Umbau der Verwaltung in eine bürgernahe Einrichtung höchste Priorität.
Der politische Dauerbrenner „Verkehrsbelastung durch Schwerlastverkehr im Zusammenhang mit der Anbindung der L 524 an die B9" stehe ebenfalls oben an, so Becker, der sich zudem für eine Förderung der Jugend- und Vereinsarbeit einsetzen will. „Mein Ziel ist es zu gewinnen. Ich bin mir bewusst, dass noch ein Stück harter Arbeit vor uns liegt", betonte der 36-Jährige. CDU-Kreisvorsitzender Michael Elster sagte, dass es nun gelte, nach vorne und nicht zurück zu blicken und mit aller Kraft den Kandidaten zu unterstützen. (rpe/Foto: Kunz)