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Kreis: Polderbau zurückstellen

Gemeinsame Resolution
LUDWIGSHAFEN. Der Kreistag des Rhein-Pfalz-Kreises fordert die Landesregierung auf, den geplanten Polder Altrip/Waldsee/Neuhofen vorerst zurückzustellen und beim Verwaltungsgericht Neustadt zu beantragen, das Verfahren ruhen zu lassen. In seiner gestrigen Sitzung hat das Gremium einstimmig eine entsprechende Resolution verabschiedet. Darüber hinaus soll die Landesregierung die Planungsarbeiten für den Polder in Römerberg aussetzen.

Nachdem im Vorfeld noch drei verschiedene Anträge für eine Resolution eingereicht worden waren (wir berichteten), verständigten sich CDU, FWG, FDP und SPD darauf, unmittelbar vor der Sitzung einen gemeinsamen Antrag zu formulieren, dem auch die Grünen zustimmten. Die drei anderen Anträge wurden zurückgezogen.

„Wir haben es uns nicht leicht gemacht und das Thema auf die Tagesordnung gesetzt, weil uns die Sorgen der Menschen nicht gleichgültig sind", betonte Landrat Werner Schröter (SPD). Es müssten Bedenken aus der Welt geräumt werden, sagte er.

In der gemeinsamen Resolution heißt es, dass es zwingend erforderlich sei, das Gebiet des einst geplanten und später aus ökologischen Gründen

aus dem weiteren Planungsverfahren herausgenommenen Bereich um die Gemeinde Hördt erneut begutachten zu lassen. Durch die zwischenzeitlich erfolgten Planungen der so genannten Ersatzstandorte Altrip/Waldsee/Neuhofen sei erst ersichtlich geworden, welche Auswirkungen zum Beispiel auf das Grundwasser in den bebauten Ortslagen, Campinggebieten und Anwesen ein Polderbau haben würde.

Aus diesem Grund forderte der Kreistag die Landesregierung auf, von einem unabhängigen Gutachter eine Studie erstellen zu lassen. Darin sollen alle Argumente für und gegen die genannten drei Standorte abgewogen werden. (os)