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Baldauf: CDU wird in Mainz SPD-Regierung ablösen

Kampfansage des neuen Landesparteichefs
MÜLHEIM-KÄRLICH/TRIER (wif). Die rheinland-pfälzische CDU hat am Samstag in Mülheim-Kärlich die Weichen für den Neuanfang gestellt: Mit Christian Baldauf an der Spitze will die Partei in fünf Jahren die Mehrheit im Land erlangen.

Baldauf wurde auf einem Parteitag mit 92 Prozent der Delegiertenstimmen zum Landeschef gewählt („Sonntag aktuell" berichtete). Baldauf nannte als zentrale Themen der künftigen Unionspolitik im Land den Arbeitsmarkt sowie die Bereiche Familie und Finanzen. Er kritisierte, dass die mit absoluter Mehrheit ausgestattete SPD das Land immer mehr in die Schulden führe. Ministerpräsident Beck betreibe „Zechprellerei zu Lasten kommender Generationen", sagte Baldauf vor etwa 400 Delegierten.

Der scheidende Parteichef Christoph Böhr appellierte an die Partei, wieder zu „innerer Eintracht" zurück zu kehren. Er ließ durchblicken, dass ihm „Heckenschützen" das Leben an der Spitze der Partei schwer gemacht hätten. Zu stellvertretenen Landesvorsitzenden wählte der Parteitag die Bad Kreuznacher Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner (33) und den Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz (42).

Die rheinland-pfälzische SPD bestätigte am Samstag auf dem Parteitag in Trier Ministerpräsident Kurt Beck als SPD-Landesvorsitzenden. Der 57-Jährige erhielt 95,7 Prozent der Stimmen, er steht seit 1993 an der Spitze der Landespartei. Seite 3/Südwest