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Debatte um Postpläne geht weiter

MUTTERSTADT/SCHIFFERSTADT: Kritik von Staatsministerin Maria Böhmer
Staatsministerin Maria Böhmer (CDU) hat sich wegen der geplanten Schließungen der Postfilialen in Schifferstadt und Mutterstadt an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, gewandt.

„Ich habe größtes Verständnis für den Unmut der Bürger. Schließlich wären von den geplanten Maßnahmen in Mutterstadt und Schifferstadt rund 30.000 Menschen betroffen", so Böhmer. Postdienstleistungen zählten zu den Grundbedürfnissen der Bevölkerung und seien wesentliche Voraussetzungen für die Entwicklung der örtlichen Wirtschaft. Zudem sei der gesamte Rhein-Pfalz-Kreis in den vergangenen Jahren von den strukturellen Veränderungen und Reduzierungsmaßnahmen intensiv betroffen gewesen, ergänzt die Abgeordnete für den Wahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal.

In ihrem Schreiben führt sie aus, dass eine Postagentur eine Filiale ihrer Ansicht nach nicht ersetzen kann. Besonders bei Betriebsaufgaben von Agenturbetreibern könne die Versorgung der Bevölkerung nicht sichergestellt werden. Für ältere Menschen sei ein Ausweichen auf Postfilialen in anderen Gemeinden nicht zumutbar.

Böhmer: „Die geplanten Schließungen müssen im Kontext betrachtet werden. Ich halte es für sinnvoll, etwaige Änderungen mit dem Verband Region Rhein-Neckar abzustimmen, um (...) langfristig die Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen zu gewährleisten."

In einem Schreiben an SPD-Landtagsabgeordnete Hannelore Klamm (Mutterstadt) hatte die Deutsche Post zuletzt Befürchtungen wegen mangelnder Kompetenz der Agenturen als unbegründet zurückgewiesen. Die Erfahrungen mit dieser Vertriebsform seien durchweg positiv, hieß es. (os)