CDU Mutterstadt
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„Agentur-Betrieb nicht geeignet"

Landrat zur Post-Schließung

LUDWIGSHAFEN. Die Ankündigung der Deutschen Post AG, ihre Filialen in Schifferstadt und Mutterstadt zugunsten von Agenturen aufzulösen, stößt auch bei Landrat Werner Schröter (SPD) auf Unverständnis. In einem Schreiben an den Post-Vorstand fordert er, dass die beabsichtigten Änderungen mit dem Verband Region Rhein-Neckar als Nachfolger der Planungsgemeinschaft Rheinpfalz abgestimmt werden.
Ziel müsse sein, dass die Post ihren Gewährleistungsauftrag zur Sicherung der Infrastruktur, insbesondere im ländlichen Bereich, erfülle und dies durch einen raumordnerischen Vertrag für einen längeren Zeitraum verbindlich festlege, heißt es in der Pressemitteilung des Landrats. Die Versorgung der ländlichen Strukturen mit Postdienstleistungen stelle eine wesentliche Voraussetzung für die örtliche Wirtschaft dar, so Schröter.

Für Schifferstadt und Mutterstadt mit insgesamt mehr als 30.000 Menschen sehe er eine Versorgung der Bevölkerung über den „Agenturbetrieb" nicht als geeignetes Mittel an. Zumal es durch Betriebsaufgaben bei „Agenturen" schon längere Leerstände gegeben habe, wodurch die Bürger gezwungen gewesen seien, in benachbarte Gemeinden auszuweichen. Dies sei insbesondere bedürftigen und nicht mobilen Menschen nicht zuzumuten.

Sein Schreiben hat Schröter in Kopie allen Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region zukommen lassen. Die Resolutionen der Stadt Schifferstadt und der SPD, die sich gegen die Umstellung wenden, hat Schröter ebenfalls mitunterzeichnet. (red)