Bezirksvorsitzende befürworten Kandidatur
MAINZ (wif). Kräftiger Rückenwind für Christian Baldauf: Die Vorsitzenden der drei rheinland-pfälzischen CDU-Bezirksverbände befürworteten gegenüber der RHEINPFALZ die Kandidatur des Frankenthalers für das Amt des Parteichefs. Auch die Junge Union erwartet, dass Baldauf nach seiner Wahl zum Fraktionschef im Landtag auch zum Parteivorsitzenden aufrückt und damit in beiden Ämtern Nachfolger des zurückgetretenen Christoph Böhr wird.
Der Europaabgeordnete Kurt Lechner, Vorsitzender der CDU Rheinhessen-Pfalz, sicherte Baldauf „rundum jede Unterstützung" zu, sollte er sich für das Amt beim Parteitag am 8. Juli bewerben. Er begrüßte die Erklärung der Jungen Union für die Kandidatur Baldaufs und unterstrich: „Ich unterstütze ihn." Auch Michael Billen, der den Bezirksverband Trier führt, plädierte für die Kandidatur des 38-Jährigen. „Er sollte antreten, ich sehe keine bessere Lösung." Es spreche viel dafür, dass beide Ämter in Personalunion geführt werden sollten, sagte Billen. Mit Tandem-Lösungen habe die CDU schlechte Erfahrungen gemacht.
Billens Aussage ist insofern bemerkenswert, da er Anfang April zumindest für eines der von Böhr bislang geführten Ämter - den Fraktionsvorsitz - selbst seine Kandidatur ankündigt hatte. Kurz vor der Wahl zog er seine Bewerbung jedoch zurück. Gegen alle Erwartungen wollte er auch nicht für den Posten des Fraktions-Vize kandidieren. Das seinem Bezirksverband zustehende Amt überließ er dem Abgeordneten Alexander Licht.
Der Vorsitzende des mitgliederstärksten CDU-Bezirks Koblenz-Montabaur, Adolf Weiland, steht in der Frage der Kandidatur für den Parteivorsitz ebenfalls an der Seite Baldaufs. „Ich möchte, dass er antritt." Möglicherweise wird sich Baldauf in der nächsten Landesvorstandssitzung am kommenden Mittwoch gegenüber der Parteispitze erklären. Bislang hat sich der Favorit für das höchste Parteiamt über seine Ambitionen zurückhaltend geäußert und sogar in einem RHEINPFALZ-Interview am 10.April selbst die Tandem-Variante ins Gespräch gebracht. Gestern sagte er auf Anfrage, er stünde für das Amt bereit, „sofern die Partei das möchte". Derzeit befinde sich die CDU noch in einem Prozess der Meinungsbildung. (Archivfoto: View) Einwurf