CDU Mutterstadt
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Im Ortskern sollen weniger Laster rollen

WAS WAR, WAS KOMMT: 2009 steht in Mutterstadt ganz im Zeichen von Verkehrsprojekten - Millionen-Zuschuss für Kindergärten

Das Jahr 2009 könnte den Anwohnern des Mutterstadter Ortskerns ruhigere Zeiten bringen, denn es steht ganz im Zeichen von Verkehrsprojekten: Die Anbindung des Gewerbegebiets „An der Fohlenweide" an die B 9 könnte bis zum Jahresende fertig sein, außerdem sollen die Vorbereitungen für eine Ortsumfahrung, die landwirtschaftliche Fahrzeuge nutzen können, vorangetrieben werden.


„Ob die Arbeiten für die Anbindung des Gewerbegebiets an die B 9 schon 2009 oder erst Anfang 2010 fertig werden, ist zwar noch nicht klar", sagt Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD), „aber wir versprechen uns davon eine erhebliche Entlastung der Ortsmitte vom Schwerlastverkehr". Wie berichtet, lässt sich das Land das Projekt, für das eine Verbindungsstraße von der B 9 zur L 524 angelegt wird, 2,4 Millionen Euro kosten.


Ein Baustein des Gesamtkonzepts wurde 2008 mit dem Bau des Kreisels am Knotenpunkt der Landesstraßen 524 und 533 umgesetzt. Auch der Radweg nach Limburgerhof wurde fertig. „Das war ein wichtiger Schritt, weil es nun einen direkten Weg zum S-Bahn-Haltepunkt in Limburgerhof und zur dortigen Hauptschule gibt", erläutert Schneider.


Nicht nur die Zahl der Lastwagen, die durch die Gemeinde rollen, auch die der Traktoren soll demnächst zurückgehen: Wie Schneider sagte, laufen die Planungen für einen landwirtschaftlichen Umfahrungsweg nördlich von Mutterstadt. In diesem Jahr will die Gemeinde dafür Gelände ankaufen. Die Verwaltung plant außerdem eine Bürgerversammlung, um die verschiedenen Varianten des Projekts vorzustellen. Gebaut werden soll auch im Süden der Gemeinde: Das Gelände der Recyclingfirma Zeller soll durch eine Erschließungsstraße an die L 524 angebunden werden. Die Geruchsbelästigung, die das Kompostieren auf dem Betriebsgelände verursacht, habe sich 2008 zwar verringert. „Ganz gelöst ist das Problem aber nicht", sagt Schneider. Im Zuge der Erschließung habe die Firma Zeller jedoch Modernisierungsmaßnahmen angekündigt.


Mehr als eine Million Euro investiert die Gemeinde dieses Jahr in den katholischen Kindergarten sowie in den protestantischen Kindergarten im Blockfeld. In beiden Einrichtungen werden nach dem Umbau 45 Kindergartenplätze für Zweijährige angeboten. Größere Etatposten sind außerdem die Erweiterung des Friedhofs und der Kauf eines neuen Tanklöschfahrzeugs. Ein wenig Sorgen bereitet dem Mutterstadter Bürgermeister aber die gegenwärtige Wirtschaftskrise: „Wir haben unseren Haushalt solide kalkuliert, sind aber nicht davor gefeit, dass die Einnahmen einbrechen. Alles muss finanzierbar sein, ohne dass wir uns total verschulden. Im Notfall müssen wir Maßnahmen strecken." Zuversichtlich ist Schneider für die Pläne, in der Mandelgrabenschule ab dem Schuljahr 2010/2011 ein Ganztagsangebot machen zu können: „Es ist genügend Interesse da. In diesem Jahr wollen wir ein Konzept erarbeiten."


Rund ein halbes Jahr nach dem Verkauf des Emmerich-Hauses an den Türkisch-Islamischen Kulturverein zieht er ein positives Fazit: Der Verkauf sei „geräuschlos über die Bühne gegangen", der Verein pflege gute Kontakte zu den Nachbarn. Zufrieden zeigte sich der Bürgermeister auch mit dem Einsatz der Mutterstadter für ihre Gemeinde. Dieser habe sich im vergangenen Jahr beispielsweise bei der Gründung der Bürgerstiftung, der gewonnenen Stadtwette von Radio Regenbogen oder am Freiwilligentag der Metropolregion gezeigt. (spk)