MUTTERSTADT: Aktion der Lokalen Agenda
Unter der Regie der Lokalen Agenda haben am Samstag etliche Helfer am Mutterstadter Ortsausgang Richtung Oggersheim eine weitere Streuobstweise angelegt. Die Gemeinde hatte dafür ein 2200 Quadratmeter großes Wiesen- und Ackergelände für rund 8000 Euro erworben.
Die Gemeinde habe die gesetzliche Vorgabe, Ausgleichflächen zu schaffen. Und mit dieser Obstwiese werde eine Lücke geschlossen, sagt Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD). Der 71-jährige Herbert Diehl zeigte sich damit zufrieden, dass man wieder alte, oft genug fast vergessene Obstsorten pflanze. Dazu gehörten der Freinsheimer Tafelapfel, der im 19. Jahrhundert weit verbreitet war und trockene Böden liebte, aber auch der bereits 1540 in der Literatur erwähnte Hemeldinger Apfel aus der Südpfalz.
Die heutige Pflanzwiese erfülle die Anforderungen, so der Fachmann, der die Vorzüge einer frostharten Birne erläutert. Sie brauche wenig Pflege, aber Wärme, die es in der Pfalz reichlich gebe. Eine robuste Königsbacher Frühzwetschge gehörte auch zu den Setzlingen. Zur weiteren Biotopvernetzung pflanzten die Naturfreunde Kräuter und Gräser als Schutz und Lebensraum für Insekten und andere Tiere. Mit dem Spaten in der Hand lobte Gärtnermeisterin Renate Klingert aus Limburgerhof die Gesamtplanung der Biotopvernetzung. (rpe)