CDU Mutterstadt
Deutschland kann es besser. Deshalb CDU.

Zwanziger: Fußball-WM große Chance für Land

Redner bei Neujahrsempfang von Maria Böhmer
„Es gibt immer noch Ressentiments gegen uns Deutsche auf der Welt. Durch unser Verhalten und Beispiel während der Fußball-Weltmeisterschaft können wir diese Ressentiments widerlegen. Wir sollten uns der Chance würdig erweisen, wenn die Welt zu Gast bei Freunden ist." Das sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger am Mittwochabend im Heinrich-Pesch-Haus beim Neujahrsempfang von Maria Böhmer.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ludwigshafen-Frankenthal, in der neuen Bundesregierung zur Staatsministerin für Integration ernannt, hatte zum vierten Mal zu dem Empfang geladen. Rund 600 Gäste aus den beiden Städten und dem Rhein-Pfalz-Kreis waren gekommen.

Zwanziger, ebenfalls CDU-Politiker und vor seinem Leben als DFB-Spitzenfunktionär unter anderem Landtagsabgeordneter und Regierungspräsident in Koblenz, hob in seiner Rede die Integrationsleistung des Sports hervor. Unter anderem im Fußball hätten wirklich alle die gleichen Chancen, unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Herkunft. Sport sei auch die Disziplin, zu die Kinder immer gerne gingen. In der „Schule des Lebens", lerne jeder, Spielregeln zu akzeptieren, gemeinsam etwas zu erreichen, nach Niederlagen wieder aufzustehen und von neuem zu beginnen, zitierte er Papst Benedikt, der schon früh in Veröffentlichungen auf diese Bedeutung des Fußballs für das friedliche Zusammenleben hingewiesen habe.

Er sehe allerdings auch „unmoralische Auswüchse" im Sport: Zu hohe Gehälter, Ablösesummen in Millionenhöhe könne er nicht verstehen. Doch daran seien Marktmechanismen schuld. Es werde sehr viel Geld bewegt. Deshalb könne der Fußball jedoch nicht als Ganzes verurteilt werden. „Im Kern bleibt er gut", so Zwanziger. Er rechtfertigte das System von Spitzen-, Amateur- und Nachwuchsförderung, von Profitum und Ehrenamtlichkeit. Um beides müsse eine Klammer gelegt werden, Das Eine sei ohne das Andere nicht zu haben. Das System müsse insgesamt aber transparent gehandhabt werden, forderte er.

Zwanziger kündigte an, dass sich der DFB künftig verstärkt um den Frauenfußball vom Nachwuchs bis zur Spitze kümmern werde. Ziel sei es auch, 2011 die Fußball-WM der Frauen nach Deutschland zu holen.

Für musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte ein Quartett der städtischen Musikschule. (ell)