Limburgerhof: Bürgermeister aus Dudenhofen einziger Bewerber für Wahl bei CDU-Mitgliedertreffen
Clemens Körner ohne Konkurrenz: Nach dem Entschluss des bisherigen Kreisvorsitzenden Michael Elster, bei der Wahl im kommenden Juni als Unabhängiger antreten zu wollen, ist der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dudenhofen aller Voraussicht nach in der CDU der einzige Bewerber um den Posten des Landratskandidaten. Dessen Kür steht auf der Tagesordnung einer Mitgliederversammlung heute Abend in Limburgerhof.
Die Klärung offener Personalfragen - beispielsweise jene, wer nach Michael Elsters Rücktritt den vakanten Parteivorsitz übernimmt - stehe heute Abend nicht zur Debatte, betont Hans-Walter Zöllner, stellvertretender Kreischef und Fraktionssprecher. „Erst das eine, dann das andere", lautet seine Devise. Es habe zwar am Montag noch einmal Gespräche mit Michael Elster gegeben, allerdings ohne Ergebnis. „Er war von seinem Schritt nicht mehr abzubringen", sagt Zöllner.
Zwar sei eine Aussprache über die schwierige Diskussion der Kandidatenfrage und die daraus erwachsenen Konsequenzen nicht ausdrücklich auf der Tagesordnung vorgesehen, sie wird sich nach Zöllners Einschätzung aber „ganz von selbst" ergeben. Insofern könnte dann auch die Frage nach Elsters Verbleib in der CDU auf den Tisch kommen. Diesem Thema will der stellvertretende Kreisvorsitzende von vornherein die Emotionalität nehmen: „Er ist derzeit normales Parteimitglied. Die Frage, wie es weitergeht, stellt sich erst, wenn er beim Wahlleiter seine Bewerbungsunterlagen abgegeben hat."
Als „normales Parteimitglied" hätte Michael Elster demnach auch das Recht, heute Abend an der Versammlung in seiner Heimatgemeinde teilzunehmen. Zöllner: „Wir haben ihm zwar nicht gesagt, dass er nicht kommen soll, empfehlen würde ich es ihm aber auch nicht. Viele sind enttäuscht, eine ganze Reihe von Mitgliedern ist aber auch sehr aufgebracht."
Wie Clemens Körner, der heute sozusagen solo in den Ring steigen wird, hofft auch Zöllner, dass trotz des Wegfalls der Kampfkandidatur viele Mitglieder den Weg nach Limburgerhof finden. „Es werden natürlich nicht so viele sein, wie wenn beide angetreten wären. Wenn 200 bis 250 kommen, sind wir sehr zufrieden", so die Hoffnung des geschäftsführenden Vorstandes, der aktuell die Geschicke der Kreis-CDU lenkt. An überregionaler Parteiprominenz habe sich bislang der Landesvorsitzende Christian Baldauf angekündigt, so Zöllner. (örg)