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Weniger Verkehr durch Anschluss an B 9

MUTTERSTADT: Minister kündigt Baubeginn für Verbindungsstraße an - Kosten: 2,4 Millionen Euro
Ende kommenden Jahres könnten für die Anwohner der Straßen in der Mutterstadter Ortsmitte ruhigere Zeiten anbrechen: Dann soll die Verbindung zwischen dem Kreisel beim Gewerbegebiet „An der Fohlenweide" und der Bundesstraße 9 fertig sein. Diese Südumgehung ist zentraler Baustein eines Konzepts, das den Durchgangsverkehr in der Gemeinde spürbar reduzieren soll.

Dieses aus Mutterstadter Perspektive äußerst positive Signal hat gestern das Mainzer Verkehrsministerium gegeben. „In den nächsten Tage wird mit den Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Südumgehung Mutterstadt begonnen", kündigte Minister Hendrik Hering (SPD) in einer Pressemitteilung an. Es beginne damit der Lückenschluss zwischen dem erst im Januar diesen Jahres vollendeten Kreisverkehrs am Knotenpunkt der Landesstraßen L 524/L 533 und der nordöstlich verlaufenden B 9. Allein diesen zweiten Bauabschnitt lässt sich die Landesregierung nach eigenen Angaben rund 2,4 Millionen Euro kosten.

Das Großprojekt startet laut Ministerium zunächst mit dem Bau einer Brücke über die Bundesstraße und der beiden Anschlussrampen zur B 9. In dieser Phase wird sich die Bausstelle auch auf den Verkehrsfluss auf der Schnellstraße auswirken, weil die vierspurige B 9 dort in beide Richtungen auf eine Fahrbahn verengt werden müsse, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums. Teil zwei des Maßnahmenpakets betrifft die Landwirte: Um deren Möglichkeiten, ihre Felder im Bereich Fohlenweide und Bundesstraße zu erreichen, „so wenig wie möglich zu beeinträchtigen", werden die Wirtschaftswege neu geordnet.

Dann erst, so die Vorstellung des Mainzer Ministeriums, werde die L 524 vom Kreisel zum B-9-Anschluss verlängert. Die Planer gehen demzufolge davon aus, dass die Südumgehung Mutterstadt Ende 2009 befahrbar sein wird. Die beabsichtigte Wirkung des Ganzen: Autos und Lastwagen, die sich bisher in großer Zahl über die Ampelkreuzung in der Mutterstadter Ortsmitte in Richtung Gewerbegebiet gequält haben, können die Einkaufsmöglichkeiten im Süden der Gemeinde bequem über die B 9 ansteuern. „Dadurch wird die Wohn- und Lebensqualität der Anwohner wesentlich verbessert", ist Verkehrsminister Hering überzeugt.

Bereits seit fast einem Dreivierteljahr ist mit dem Kreisverkehr der erste Baustein innerhalb des Gesamtkonzepts vollendet. In dieses Bauwerk und einen Radweg, der parallel zur L 533 Mutterstadt und Limburgerhof verbindet, hat das Land Rheinland-Pfalz zusammen rund 900.000 Euro gesteckt. Insgesamt ist die Südumgehung damit rund 3,3 Millionen Euro teuer und damit um knapp die Hälfte günstiger, als es eine erste - allerdings grobe - Kostenschätzung des Landesbetriebs Mobilität im Januar 2008 erwarten ließ.

„Das ist die Maßnahme, von der wir uns am meisten Entlastung vom Durchgangsverkehr versprechen", betonte Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) gestern Abend. Er sieht das Projekt auch als Aufwertung für das Gewerbegebiet und noch zu vermarktende Flächen gegenüber des Autohauses Oster. „Da kann nun bald mein dicker Ordner mit dem Schriftwechsel an das Verkehrsministerium wegen der Anbindung zu den Akten", kommentierte gestern Landtagsabgeordnete Hannelore Klamm (SPD) die Nachricht aus der Landeshauptstadt. (örg)