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Jugendvertretung fällt kleiner aus

Geringes Interesse beklagt
MUTTERSTADT. Der Gemeinderat hat am Dienstagabend die neue Jugendvertretung einstimmig bestätigt. Sie besteht aus neun Jugendlichen. Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) bemängelte, dass unter den jungen Leuten in der Gemeinde generell ein zu geringes Interesse bestehe, in dem Gremium mitzuarbeiten.

So sei es auch in dieser Wahlperiode nicht gelungen, 15 junge Leute für die politische Mitarbeit in dem Gremium zu gewinnen. Die Verwaltung habe mehrere hundert Wahlberechtigte angeschrieben, gemeldet hätten sich lediglich neun Interessierte, erläuterte Schneider. Dabei verwies er auf die bisher gemachten Erfahrungen der vergangenen Jahre, die die gleiche Tendenz gezeigt hätten. „Es ist eigentlich bedauerlich, wenn die großen Anstrengungen der Gemeinde, die jungen Menschen zur politischen Mitarbeit zu bewegen, so im Sande verlaufen", sagte Ulf-Rainer Samel (CDU). Die amtierende Vertretung habe sich bemüht, ihre Aufgabe mit Leben zu erfüllen, sagte Schneider. Stephan Heller (CDU) regte an, für die Jugendvertretung in Zukunft stärker die Werbetrommel zu rühren, um Interesse an dem Gremium zu wecken. Das habe man bei der örtlichen Gesamtschule und an der Schule in Limburgerhof bereits versucht, erinnerte Isabel Schneider (SPD). Wichtig sei nun die ordentliche Übergabe an die neu gewählte Vertretung, so der Bürgermeister. Am Freitag trifft sich die Jugendvertretung zu einer Sitzung. Gewählt wurden Nancy Brausch, Verena Dahlem, Matthias Deiler, Alexander Helbig, Gabriel Hüther, Laura Meier, Sonja Schellhammer, Daniel Track und Monika Weppler.

In der Verbandsgemeinde Maxdorf hat sich kürzlich der siebte Jugendgemeinderat konstituiert. Geplant ist dort unter anderem eine stärkere Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda. In Neuhofen war dagegen 2007 die Bildung einer Jugendvertretung gescheitert: Für elf Sitze hatten nur drei Kandidaten zur Verfügung gestanden. Daher war die Wahl kurzfristig abgesagt worden. (rpe/spk)