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Rat stimmt neuer Pfalzmarkt-Anbindung zu

MUTTERSTADT: Ortsumgehung für landwirtschaftlichen Verkehr nördlich der Gemeinde geplant
Die seit Jahren von den Bürgern geforderte Ortsumfahrung für landwirtschaftliche Fahrzeuge zum Mutterstadter Pfalzmarkt rückt näher: Der Gemeinderat stimmte am Dienstagabend bei einer Enthaltung dem Plan der Verwaltung zu, durch eine nördliche Umgehung die Gemeinde vom landwirtschaftlichen Verkehr zu entlasten und den Landwirten gleichzeitig eine direkte Zufahrt zum Pfalzmarkt zu ermöglichen.

Werner Klein, Leiter des Bauamts, stellte dem Rat zwei Varianten zur Anbindung des Pfalzmarkts vor. Bei beiden kann der Pfalzmarkt nördlich des Medardusrings von den Landwirten so angefahren werden, dass Wohngebiete kaum betroffen sind. „Das war und ist unser Ziel, sowohl im Sinne der Bürger als auch der Bauernschaft", sagte Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) und sprach sich für die günstigere Lösung aus. Die Kosten für die erste Variante würden bei etwa 683.000 Euro liegen, 548.000 davon hätte die Gemeinde zu tragen. Die zweite Alternative würde dagegen rund 440.000 Euro kosten, stellte Schneider fest. „Mit welchen Risiken ist bei dieser Kostenschätzung noch zu rechnen", fragte CDU-Ratsmitglied Ulf Samel mit Blick auf die Kosten für die Ausgleichflächen. Die Schätzung sei realistisch, antwortete Bauamtsleiter Klein. Landwirt Hartmut Kegel (FWG) sprach sich für die zweite Variante aus mit dem Hinweis, dass bei der ersten fünf Hektar wertvolles Ackerland abzugeben seien. Bei der anderen Variante seien es nur 2,4 Hektar. Über die endgültigen Kosten für das Projekt könne erst nach dem Ergebnis der Ausschreibung verlässlich Auskunft gegeben werden, sagte Schneider.

Die Abwasserbeseitigungseinrichtung hat im Jahr 2006 laut Schneider einen Überschuss von rund 271.000 Euro erzielt. Auf die Frage von Konrad Geelvink (FWG), wie das Geld verwendet werde, sagte Achim Hammer, Leiter der Finanzverwaltung, dass ein Teil für die Kanalsanierung verwendet werde. Schneider teilte mit, dass Kredite in Höhe von rund 190.000 Euro zurückgezahlt wurden. Der Beitrag für die Gemeinde als Mitglied des Gewässerzweckverbandes Isenach-Eckbach reduziert sich von 3,48 auf 3,43 Prozent.

Einstimmig wurde die Friedhofssatzung geändert: Wiesengrabstätten und anonyme Urnengrabstätten werden neu angelegt. Der Rat stimmte der Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für rund 345.000 Euro zu. Für die Waldfeste ab dem 30. April wurde die bereits im vergangenen Jahr beschlossene Gefahrenabwehrverordnung (wir berichteten) wieder ohne Gegenstimme in Kraft gesetzt. Isabel Schneider (SPD) verwies auf die Presseberichte zu den Bauarbeiten in der Dannstadter Hauptstraße: Sie befürchtet eine stärkere Verkehrsbelastung der Gemeinde. Man sei in dieser Sache mit dem Landesbetrieb Mobilität im Gespräch, sagte der Ortschef. Der Geschäftsführende Beamte Gunter Holzwarth teilte mit, dass demnächst die konstituierende Sitzung der Bürgerstiftung anstehe. (rpe)