MUTTERSTADT: Ordnungsamt-Mitarbeiter muss lediglich einige Strafzettel an Falschparker verteilen
Ein Verkehrschaos infolge des Flohmarkts im Mutterstadter Gewerbegebiet „Fohlenweide" ist am Sonntag ausgeblieben. Der Verkehr hat sich nach Einschätzung des Ordnungsamtsleiters Rüdiger Geib einigermaßen in Grenzen gehalten. Wegen vieler Veranstaltungen in der Nachbarschaft sei dieser Tag aber nicht repräsentativ gewesen, gibt er zu bedenken.
Nachdem die Lokale Agenda 21 gefordert hatte, den Markt in seiner ursprünglichen Form nicht weiterzuführen, hat die Kreisverwaltung entschieden, die Zahl der Stände bei der umstrittenen Veranstaltung von 450 auf 300 Aussteller zu verkleinern (wir berichteten). Mutterstadter Anwohner hatten sich über Lärm und Abgase beschwert. Die Lokale Agenda organisierte daraufhin eine Verkehrszählung mit Stationen in der Schifferstadter Straße, Waldstraße und Speyerer Straße. Ergebnis laut Agenda-Gruppe: ein viermal höheres Verkehrsaufkommen als an normalen Sonntagen. Der Flohmarkt findet immer am ersten Sonntag des Monats auf dem Parkplatz des Real-Markts statt.
Im Vergleich zum Anfang des Jahres haben sich die Verkehrszustände in Mutterstadt nach den Worten Geibs verbessert. Ob sich die Situation aber langfristig entspannt, vermag der Ordnungsamtschef jetzt noch nicht zu beurteilen. „Der Tag war nicht repräsentativ, weil es viele Veranstaltungen in der Umgebung gab, zum Beispiel den verkaufsoffenen Sonntag im Oggersheimer Gewerbegebiet", so Geib auf Anfrage der RHEINPFALZ.
Ein Mitarbeiter des Mutterstadter Ordnungsamts sei am Sonntag im Einsatz gewesen. Geibs Ausführungen zufolge mussten keine Autos abgeschleppt, sondern nur einige Knöllchen an Falschparker verteilt werden. „Aber das ist ja normal. Viele denken offensichtlich, dass die Straßenverkehrsordnung an einem Sonntag nicht in Kraft ist, erst recht, wenn Flohmarkt ist", meint Geib.
Eine Reduzierung der Stände, die die Kreisverwaltung verfügt hat, kann in den Augen des Ordnungsamtschefs durchaus einen positiven Effekt auf die angespannte Verkehrssituation haben. „Wenn ein Angebot in der Innenstadt nicht mehr so groß ist, zieht das ja auch nicht mehr so. Man muss das jetzt einfach beobachten", sagt Geib. (os)