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Hoffen auf Zuschuss für Wirtschaftswege-Ausbau

LUDWIGSHAFEN: Schneider, Klein und Scharfenberger informieren über Stand der Planungen

In der lange währenden Diskussion um Verkehrsprobleme durch landwirtschaftliche Fahrzeuge in Gemeinden im Umfeld des Pfalzmarkts (wir berichteten mehrfach) haben sich der Mutterstadter Bürgermeister Hans-Dieter Schneider, die Fußgönheimer Ortsbürgermeisterin Marie-Luise Klein und die Ruchheimer Ortsvorsteherin Heike Scharfenberger (alle SPD) zu Wort gemeldet. Für ein Wirtschaftswege-Gesamtkonzept erhofft man sich einen Landeszuschuss.

In einer gemeinsamen Presseerklärung stellen sie fest, dass sich der Lieferverkehr zu dem Mutterstadter Gemüsegroßmarkt und anderen Einrichtungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse überwiegend in Nord-Süd-Richtung abspiele. Um dieses Problem zu lösen, hätten 2006 mehrere Gespräche zwischen Vertretern der Gemeinden Mutterstadt, Maxdorf, Fußgönheim sowie Ludwigshafen-Ruchheim stattgefunden, heißt es in dem Schreiben. Nachdem ein Lösungsansatz mit Landwirten erarbeitet worden sei, seien auch die Beigeordneten von Stadt und Landkreis mit eingebunden worden. Im Dezember 2006 sei das Ergebnis im Bürgerhaus Fußgönheim vorgestellt worden.

Die drei Politiker betonen, dass in Mutterstadt und Dannstadt-Schauernheim örtliche Lösungen anstehen würden. Der Ausbau der angedachten Nord-Süd-Verbindung spielt sich der Mitteilung zufolge zum überwiegenden Teil auf Ruchheimer und Fußgönheimer Gemarkung ab. „Auf zirka vier Kilometern Länge sollen vorhandene Wege verbreitert und befestigt werden, wobei allen Beteiligten klar ist, dass die übliche Feldwegbreite von 3,50 bis vier Meter nicht ausreichend ist", heißt es weiter. Dass auch das Wirtschaftsministerium die Großmärkte der Region unterstützen wolle, gehe aus einem Schreiben an Landrat Werner Schröter (SPD) hervor, in dem Unterstützung für das Wirtschaftswege-Gesamtkonzept signalisiert werde. Sogar eine größere Ausbaubreite der Wege sei in Aussicht gestellt worden.

Mittlerweile, schreiben Schneider, Klein und Scharfenberger, sei das Verfahren in zwei Bereichen in Gang gekommen. Der Presseerklärung zufolge plant die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim ein Flurbereinigungverfahren zwischen Fußgönheim und Schauernheim mit einem direkten Zubringer auf den bereits ausgebauten, letzten Abschnitt der Nord-Süd-Trasse. Dadurch würde Schauernheim erheblich entlastet, heißt es. Mutterstadt plane als Umfahrungsmöglichkeit für den landwirtschaftlichen Verkehr zum Pfalzmarkt eine Nordtangente. Ob für die Realisierung ein Flurbereinigungsverfahren eingeleitet wird, sei abhängig vom exakten Streckenverlauf.

Im Bereich Ruchheim und Fußgönheim werde verhandelt, wo ein Umlegungsverfahren in Angriff genommen werden könnte. Der zur Diskussion stehende Fußgönheimer Wirtschaftsweg sei ein Grenzweg, der sich im Eigentum der Ortsgemeinde befinde, nach Norden verlaufe er auf Ruchheimer Gemarkung. Nun soll eine mögliche Bezuschussung des Projekts erneut mit dem Mainzer Wirtschaftsministerium erörtert werden. (red)