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Bürger vor Auto-Lärm schützen

MUTTERSTADT: Gemeinderat stimmt geschlossen für Ausbau der A 61
Bürger ausreichend vor Lärm schützen und entstehende Schäden beheben - unter diesen Bedingungen hat der Gemeinderat Mutterstadt am Dienstag geschlossen für den Ausbau der A 61 von Mutterstadt bis zur Speyerer Rheinbrücke gestimmt.

Einwohner der Ortslage hätten wohl wegen der Entfernung zur Autobahn keinen Anspruch auf aktiven Lärmschutz. Anders stelle sich die Lage aber besonders für die Aussiedlung Renner dar, weil diese direkt neben der Straße liege, meint FWG-Fraktionssprecher Hartmut Kegel. „Die rund 400 Saisonarbeiter, die dort zum Teil untergebracht sind, müssen unbedingt angemessen vor Verkehrslärm geschützt werden", fordert er. Weil darüber hinaus bei der jüngsten schalltechnischen Untersuchung die Überlappung mit der A65 nicht berücksichtigt worden sei, verlangten die Ratsmitglieder eine entsprechende Nachberechnung der Lärmbelastung.

Außerdem bestand das Gremium darauf, dass sämtliche Baufirmen die Gemeinde um Erlaubnis fragen, ehe sie Mutterstadter Wirtschaftswege nutzen. Auch solle das Land eventuell entstehende Schäden auf eigene Kosten beseitigen. „Da die A61 den Floßbach quert und damit die Planung der Südspange berührt, müssen dabei die neuen Abmessungen der Autobahn berücksichtigt werden", betont Kegel. Daneben verwies er auf den Wirtschaftsweg von der Von-Ketteler-Straße nach Dannstadt-Schauernheim sowie die zugehörige Brücke über die A 61: Dort funktioniere die Entwässerung nicht richtig, weshalb die angrenzenden Äcker oft unter Wasser stünden und den Bauern entsprechende Ausfälle bescherten. Im Zuge des Autobahnausbaus solle das Land diesen Missstand beheben und auf der gesamten Streckenlänge eine ordentliche Entwässerung sicherstellen.

Ferner kündigte Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) an, sich dem Problem der Flohmärkte auf dem Gelände des Real-Marktes im Industriegebiet zu widmen. Vor allem die Bewohner im südlichen Teil der Gemeinde hätten sich über die großen Rückstaus während der Veranstaltungen sowie das dadurch verursachte hohe Verkehrsaufkommen allgemein beschwert (wir berichteten). „Deshalb habe ich bereits ein Gespräch mit dem Marktleiter vereinbart und suche ebenfalls den Kontakt mit den Ausstellern", so Schneider auf Nachfrage der Lokalen Agenda. (mamü)