MUTTERSTADT: Wechsel des Bürgermeisters
Es war ein harmonischer Abend im Mutterstadter Palatinum: Bei der Vereidigung des neuen und der Verabschiedung des alten Bürgermeisters (wir berichteten) sparten die Redner nicht mit Lob - sowohl für Hans-Dieter Schneider (SPD) als auch für Ewald Ledig (parteilos).
Das Interesse war so groß wie selten an einer Gemeinderatssitzung. Das Palatinum war voll besetzt, reichlich regionale Prominenz aus Politik, von Vereinen, Firmen und aus der Verwaltung war erschienen, dazu zwei Orchester - Handharmonika-Club und Blaskapelle - für die musikalische Untermalung. Tagesordnungspunkte: Vereidigung von Hans-Dieter Schneider, der am 1. Juli sein Amt als neuer Bürgermeister antritt, und Verabschiedung von Ewald Ledig, der nach 15 Jahren freiwillig aus dem Amt scheidet.
Nach seiner Vereidigung ging Schneider auf einige Themen ein, die ihn und die Mutterstadter in den kommenden Jahren beschäftigen werden: die Reduzierung des Durchgangsverkehrs und der Geruchsbelästigungen im Ort, die Schaffung eines bedarfsgerechten Kindergarten-, Hort- und Betreuungsangebotes und eines Ganztagsangebots an einer der Schulen, die Erhaltung der Infrastruktur. „All diese Aufgaben können nur durch ein vertrauensvolles Zusammenwirken von Bürgerschaft und ihrer Verwaltung zur Zufriedenheit aller bewältigt werden", sagte Schneider.
Landrat Werner Schröter (SPD) übernahm die Verabschiedung von Ledig. „Ich tue das mit einem weinenden und einem fröhlichen Auge", sagte er. Mit Ewald Ledig gehe ein verdienstvoller Bürgermeister, der vorbildliche Arbeit geleistet habe. Und Hans-Dieter Schneider sei ein Nachfolger, „zu dem ich ebenfalls großes Vertrauen habe". Schneider selbst zeigte schließlich auf der Großbildleinwand Stationen der Amtszeit seines Vorgängers, weitere Grußworte sprachen Bobenheim-Roxheims Bürgermeister Manfred Gräf, Ratsmitglied Klaus Leicht, Pfarrer Hans-Peter Jung, Personalratsvorsitzender Bernd Krause und Volker Reimer für die Mutterstadter Vereine. „Ich habe mein Amt jederzeit gerne ausgeübt", sagte Ewald Ledig - bevor ihn die Bürger mit langem Beifall Ovationen verabschiedeten. (hti)