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Attacke

KOMMENTAR
Von Oliver Seibel
Ein Traumergebnis für einen Mann, der offenbar vorhat, ein zweites Mal für das Amt des Landrats zu kandidieren, sieht anders aus. Zumindest die Kreiskoalition aus CDU, FDP und FWG stand bei der Wahl des Ersten Kreisbeigeordneten (fast) geschlossen hinter dem Limburgerhofer Michael Elster.

Von 42 gültigen Stimmen gingen 24 an den 48-Jährigen. Zusammen kommt die Koalition im Kreistag auf 28 Sitze. Da von den Freien Wählern zwei Gremiumsmitglieder (Jürgen Jacob und Klaus Sattel) verhindert waren, fehlen Elster also zwei Stimmen aus der Kreiskoalition. Falls SPD und Grüne geschlossen gegen ihn gestimmt haben.

Der Angriff von SPD-Fraktionschef Hans-Dieter Schneider auf Elsters Amtsführung hatte es in sich. Er warf dem Verwaltungsmitglied mit schwarzem Parteibuch in dessen bisheriger Amtszeit fehlende Neutralität vor. Gemeinden mit einem SPD-Mann an der Spitze würden also systematisch benachteiligt, so die Kritik. Die Kreis-Opposition wird nun noch genauer hinsehen als bisher, wie Elster sein Amt interpretiert. Fleiß und Kompetenz dagegen hat er sogar in den Augen der politischen Gegner bewiesen.