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Elster als Beigeordneter wiedergewählt

LUDWIGSHAFEN: 48-jähriger CDU-Mann für weitere acht Jahre im Amt - Heftige Kritik der SPD
Der Kreistag hat Michael Elster (CDU) gestern Abend für weitere acht Jahre als Ersten Beigeordneten gewählt. Der 48-Jährige erhielt in geheimer Abstimmung 24 Ja- und 17 Nein-Stimmen. Ein Mitglied des Gremiums enthielt sich. SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Dieter Schneider warf Elster vor, dass dieser als CDU-Kreisvorsitzender und CDU-Fraktionsvorsitzender in Limburgerhof in seiner bisherigen Amtszeit als Beigeordneter teilweise „parteiübergreifendes integratives Wirken" habe vermissen lassen.

Aus diesen Gründen habe die SPD-Fraktion einer Wiederwahl des Christdemokraten nicht zustimmen können. Schneider vertrat die Ansicht, dass das Amt des hauptamtlichen Beigeordneten als parteipolitisch geprägte, strategische Schaltstelle vornehmlich der Kreis-CDU, aber auch ihrer Koalitionspartner diene. Zwar attestierte Schneider dem Christdemokraten Sachkompetenz und Beharrlichkeit. Diese Tugenden lasse er vermissen, wenn es um Vorschläge von Parteien gehe, die nicht der Koalition angehörten.

„Ich muss mich doch wundern, dass Herr Elster so als Person diskreditiert wird", wetterte CDU-Fraktionssprecher Hans-Walter Zöllner. Würden Schneiders Ausführungen zutreffen, so Zöllner weiter, müsste es in einigen Gemeinden, an deren Spitze ein SPD-Mann stehe, ja sehr düster aussehen. Als „nicht verdächtig, eine enge Freundin von Elster zu sein" bezeichnete sich selbst FWG-Fraktionsvorsitzende Rosemarie Patzelt. Doch dessen „Fleiß und Sachkompetenz" erkennt sie nach eigenen Worten neidlos an. Einen „Schlag ins Gesicht für jeden hauptamtlichen Beigeordneten in Rheinland-Pfalz" nannte FDP-Fraktionschef Jürgen Creutzmann die sozialdemokratische Kritik. Elster habe dem Kreis Millionen gespart, und es tue der Verwaltung gut, über solch einen „hervorragenden Juristen" zu verfügen, ergänzte er.

„Wir hatten als Opposition keinen Grund, Elster zu wählen. In der Schulpolitik ärgert er mich zum Beispiel", sagte Grünen-Fraktionschef Walter Alvater gegenüber der RHEINPFALZ.

Für Landrat Werner Schröter (SPD) ist das Ergebnis ein „gemeinsamer Erfolg". Beide würden ordentlich zusammenarbeiten. „Seine Wiederwahl habe ich erwartet", versicherte er auf Anfrage. Elster selbst versprach, seine ganze Kraft weiter in den Kreis zu investieren. (os)