MUTTERSTADT: Verkehrsentlastung erhofft
Der Rat hat sich mit den Stimmen von CDU, FWG und FDP für eine zusätzliche Rheinquerung bei Altrip ausgesprochen. Grüne und SPD führten die ökologischen Folgen des Projekts ins Feld. Anlass für die Diskussion am Dienstagabend war die Stellungnahme Mutterstadts zum neuen Landesentwicklungsprogramm (LEP IV).
Grundlage dieser Stellungnahme war ein Arbeitspapier des CDU-Ortsverbandes. Dessen Schwerpunkte: der demographische Wandel sowie die Sicherung und Fortentwicklung des erreichten wirtschaftlichen Niveaus. „An unserer Meinung, dass eine Brücke über den Rhein bei Altrip zu einer Verkehrsentlastung der Region, so auch in Mutterstadt, führt, hat sich nichts geändert", stellte Leo Sebastian (CDU) klar.
Dem widersprach Gabi Altvater (Grüne) heftig. Sie verwies darauf, dass die angesprochene Brücke 2004 aus dem Bundesverkehrswegeplan herausgenommen worden sei. Ihre Befürchtung: die Zerstörung eines beliebten Naherholungsgebiets, verbunden mit einer Belastung durch mehr Lärm und Abgase. Dieser Einschätzung schloss sich Thorsten Leva (SPD) an. FWG-Sprecher Hartmut Kegel („Wir stehen hier voll hinter der CDU.") und FDP-Vertreter Ulrich Hettenbach („Sinnvolle Maßnahme") widersprachen den Ausführungen der Grünen.
Während zu anderen Punkten, die in der Stellungnahme zum Entwicklungsprogramm auftauchen, unter den Ratsmitglieder Konsens herrschte, wurde der Aspekt „Rheinquerung" bei 16 Ja-, sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung aufgenommen. Weitere Anregungen zum LEP IV: Nach Ansicht von SPD-Mann Leva müsste die Klassifizierung der 13.000 Einwohner großen Gemeinde eindeutiger herausgestellt werden. Kegel forderte im LEP eine Kennzeichnung der Windkraftgebiete hinsichtlich ihrer Windstärke.
Bürgermeister Ewald Ledig (parteilos) hatte bei der letzten von ihm geleiteten Ratssitzung noch zwei gute Nachrichten: den Bau des Radwegs nach Limburgerhof einschließlich eines Kreisverkehrs an der Einmündung L 533/L524 (wir berichteten). „Nach der Planung ist im August Baubeginn und Ende Oktober Fertigstellung", sagte Ledig. Außerdem werde die seit Jahren vom Rat geforderte Erneuerung der Holzterrasse am Palatinum im Juli für rund 127.000 Euro erneuert. (rpe)