Geweigert hatte er sich bis zum Schluss, ein TV-Duell abgelehnt und unliebsamen Fragen nach der Situation im Land war er ständig ausgewichen. Am Donnerstag dann musste Kurt Beck doch noch in den Ring. Die Spitzenkandidatenrunde im SWR wurde zu einem „kleinen Duell“ mit Christoph Böhr. Das klare Ergebnis in den Augen unabhängiger Beobachter: Christoph Böhr war „stärker in seiner Argumentation“, „besser vorbereitet“ und konnte vor allem „Zukunftsperspektiven entwickeln“. Er war „kompetenter“ und „traf den Nerv der einfachen Leute“. Auch von den Erstwählern bekam er während der Sendung gute Noten.
Christoph BöhrZu diesem Ergebnis beigetragen hat die Tatsache, dass Christoph Böhr sachlich argumentiert hat. Persönliche Angriffe waren ihm fremd. Gleichzeitig hat er die Finger in die Wunden der Landespolitik gelegt: Über 300.000 Straftaten bei geringer Polizeidichte, ständiger Unterrichtsausfall in den Schulen und mangelhafter Einsatz für den Mittelstand. Gleichzeitig machte Christoph Böhr klar, dass es sich bei diesen Forderungen nicht um Luxus handele, sondern um das, was den Menschen und insbesondere unseren Kindern zusteht. Alle wollen und sollen sicher leben.